Klasse 6: Asyl in Buntaien

Klassenstufe 6: Asyl in Buntanien

Der Kulturnachmittag aus Schülersicht

Asyl in Buntanien
Am 28. September 2011, ab der 4. Unterrichtsstunde, fand unser Projekt „Asyl in Buntanien“ statt. Es war ein Projekt der Kulturfabrik Hoyerswerda  gemeinsam mit dem Lessing-Gymnasium. Zu Beginn begaben wir uns in den Saal der Kulturfabrik, wo jeder Schüler auf seinem Platz mehrere Informationen auf einem vorgedruckten Zettel fand.
Als erstes wurden wir von den Mitarbeitern der Kulturfabrik in das Projekt eingewiesen.
Zunächst sahen wir dazu einen Film mit dem Titel „Alle anders – alle gleich“. Danach wurden uns Fragen zu dem Film gestellt und dann war auch schon die Mittagspause.
Als wir nach der Hof- bzw. Mittagspause wieder zur Kulturfabrik kamen, hatte diese sich bereits in das „ASYL Buntanien“ verwandelt und alle Schüler mussten sich vor der Kulturfabrik anstellen und sich in der Zeit des Geduldens einen Grund als Asylbewerber ausdenken und diesen später vor einem strengen Komitee (Frau Bether, Herr Thrun) nennen.
Wenn wir dies bestanden hatten, erhielten wir die Landesgesetze und wichtige Hinweise zum Lesen, hatten wir keinen überzeugenden Grund genannt, mussten wir uns wieder hinten anstellen.
So lauteten zum Beispiel die Regeln:
Wenn wir uns länger als 20 Minuten in diesem Land aufhalten wollten, mussten wir uns bei der Ausländerbehörde melden und Asyl beantragen. Dazu bekamen wir einen Fragebogen und einen Antrag zum Ausfüllen.
Danach gingen wir zurück zu den Beamten, wo wir die Aufenthaltsgenehmigung erhielten.
Beim Sozialamt mussten wir die Aufenthaltsgestattung vorlegen und erhielten dafür einen Warengutschein. Mit diesem konnten wir im Sozialkaufhaus einkaufen.
Dann ging es zur Ausländerbehörde, wo wir eine Bewilligung oder Ablehnung über unseren Aufenthalt abholen konnten.
Bei der Bewilligung ging es zur Meldestelle, wo wir unseren Pass ausstellen lassen konnten, denn erst mit diesem Pass konnten wir zur Arbeitsstelle.
Bei Ablehnung oder bei Nichterfüllen der Arbeitsaufgaben (Perlen fädeln oder Mandalas malen) ging es in das Abschiebegefängnis.
Bei diesem Projekt merkte man erst einmal, wie schwierig es für diese Menschen ist, die kein zu Hause haben und Asyl beantragen wollen.
Mir hat es jedenfalls gefallen und man konnte viel lernen.
Jessica Mahrla, 6a

Asyl in Buntanien?
Das war ein Projekt, was die Lehrer der 6. Klassen des Lessing-Gymnasiums zusammen mit der Kufa für uns durchführten. Wir sahen uns einen Film über Familien, die in Deutschland Asyl beantragten und nach Hoyerswerda zogen, an. Er zeigte, wie viel Armut und Probleme es selbst gibt, wenn man es erst einmal geschafft hat, Asyl zu beantragen. Denn das ist gar nicht so einfach….
Alle Asylsuchende stellen sich in einer langen Schlange vor der Grenze auf, doch wer ins Land Buntanien will, muss erst an den Grenzbeamten (Frau Bether, Herr Thrun) vorbei.
Wer das schafft, muss als nächstes zur Ausländerbehörde (Saal), um dort einen Fragebogen auszufüllen. Um sich danach bei den Beamten eine Aufenthaltsbestätigung zu holen. Ganz schön anstrengend, so viele andere, die auch Asyl beantragen wollen!
Nun aber weiter zum Sozialamt, um dort seine Aufenthaltsgestattung vorzulegen. Und sich einen Warengutschein für das Sozialkaufhaus aushändigen lassen.
Am Sozialkaufhaus muss man genauso wie an allen anderen Stationen anstehen und wenn man dann endlich dran ist, zeigt man seinen Warengutschein vor und die Helfer händigen die Waren aus.
Ohne Unterbrechung geht es gleich weiter, zurück zur Ausländerbehörde, um sich seine Bewilligung oder Ablehnung abzuholen. Bei Bewilligung lässt man sich einen Pass ausstellen und darf dann im Land bleiben.
Bei Ablehnung ins Abschiebegefängnis. Auch wenn man den Anweisungen der Beamten nicht Folge leistet, kommt man ins Abschiebegefängnis.
Ist der Pass ausgestellt, hat man sein Asyl beantragt und tritt nun die Arbeit im Arbeitsamt an. Bekommt dann eine Unterkunft zugewiesen und arbeitet weiter beim Arbeitsamt.
Dies war ein sogenanntes Rollenspiel, doch im echten Leben haben es die Menschen aus anderen Ländern, die aus verschiedenen Gründen (Krieg, Armut, Obdachlosigkeit,…) Asyl in Deutschland beantragen viel schwerer. Für Kinder ist es besonders schlimm wenn sie in Obdachlosenheimen leben und ihre Eltern vorerst nicht allein arbeiten dürfen, aber es ist auf alle Fälle besser als in dem Land, aus dem sie kommen.
Luise Kwoka, 6a

Ein Video zu diesem Kulturnachmittag kann hier angesehen werden:

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